Gottes Zeiten, das Zeichen Jonas und das Passahlamm

Lamm

Als die Schriftgelehrten und Pharisäer zu Yeshua (Jesus) gingen und um ein Zeichen baten, antwortete er ihnen dies:

Matthäus 12,39: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona. 40 Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. (SLT)

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Hast Du Dich schon mal gefragt, wie es möglich ist, dass zwischen Karfreitag Nachmittag und Sonntagmorgen 3 Tage und 3 Nächte passen? Rechnerisch ist es unmöglich und noch unmöglicher ist es, dass der Schöpfer von Himmel und Erde nicht auf 3 zählen kann!

Oft wird argumentiert, dass im jüdischen Verständnis halt auch angebrochene Tage als ganze Tage gelten. Aber auch wenn dem so wäre, hätten wir zwischen Freitag und Sonntag nur zwei Nächte zu verzeichnen.

Ich glaube nicht, dass das Problem in der jüdischen Zeitrechnung liegt, sondern darin, dass wir am Freitag als Todestag Yeshuas festhalten. Der Grund dafür ist einerseits, weil wir die Zeiten und Festzyklen Yehovahs nicht mehr kennen und andererseits, weil das „Christentum“ via Papsttum viele Traditionen aus dem Sonnenkult übernommen hat. Der Karfreitag z.B. war ein wichtiges Fest zu Ehren der Sonnengöttin Ishtar – auf gut Deutsch „Oster“ – das den frühen Christen bzw. messianischen Juden durch die katholische Kirche unter dem Deckmäntelchen von Yeshuas Tod(estag) schmackhaft gemacht wurde. Das Ostara Fest fand immer am Freitag statt, während die Auferstehung dieser Sonnengöttin am Sonntagmorgen früh gefeiert wurde. Gottes Feste finden aber meist nicht an bestimmten Wochentagen statt, ausser das Fest der Erstlingsfrucht und das Pfingstfest, die immer auf einen Sonntag fallen: massgebend ist jeweils das Datum, so wie wir es vom Weihnachtsfest her kennen.

Da wir Christen uns weit von der hebräischen Kultur und der biblischen Zeitrechnung entfernt haben, möchte ich ein Grundverständnis für Gottes Zeiten und Feste vermitteln, damit wir Yeshuas Tod im Kontext von Yehovahs Festen überhaupt richtig verstehen können. Sein Tod und seine Auferstehung geschahen nämlich synchron mit den ersten drei Frühlingsfesten: er starb als das wahre, fehlerlose Passahlamm am Nachmittag vor dem Passahmahl und zeigte sich den Jüngern nach seiner Auferstehung am Fest der Erstlingsfrüchte erstmals wieder. So erfüllte er die ersten drei der acht Feste Yehovahs, die alle seit jeher eine prophetische Bedeutung auf Yeshua hin haben.

Um die Festtage bestimmen zu können, ist ein Verständnis des biblischen Kalenders (Jahr, Monat und Tag) nötig, darum setze ich direkt da an.

1     Die Zeiten Yehovahs

Die biblische Zeitrechnung basiert auf einem Kalender, der Sonne, Mond und die Sternkonstellationen mit einbezieht, so wie es laut 1. Mose 1,14-16von unserem Schöpfer vorgesehen ist:

Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung[1]des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten [moedim][2]und Tagen und Jahren; 15 und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so.16 Und Gott machte die beiden großen Lichter: das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht und die Sterne. (ELB)

Die Gestirne werden also bereits im Schöpfungsbericht in einen Zusammenhang mit den Festzeiten Yehovahs gesetzt. Das heisst, dass man die astronomischen Zyklen kennen muss, um Gottes Feste zur richtigen Zeit feiern zu können.

1.1    Der biblische Tag

Im Judentum fängt der Tag traditionellerweise nach Sonnenuntergang an, doch bereits der Schöpfungsbericht in 1. Mose 1 zeichnet ein anderes Bild, nämlich dass der Tag mit dem Morgengrauen bzw. bei Sonnenaufgang anfängt. Das Thema Tagesanfang habe ich in meinem Blogpost „Warum ich nicht mehr Shabbat Shalom sage (und wann der Tag anfängt)“ ausführlicher behandelt[3].

So wie auch wir es kennen, wurde der jüdische Tag in 24 Stunden eingeteilt, allerdings in zwei Teile an 12 gleich langen Abschnitten. Man teilte die Zeitspanne, in der Tageslicht herrschte, in Zwölftel ein, so auch die Zeit, in der es Dunkel war. Im Winter, wo die Nacht länger ist, war ein solcher Zwölftel länger als 60 Minuten und während dem Tag entsprechend kürzer als 60 Minuten. Im Sommer, wo die Tage länger waren, verhielt es sich genau umgekehrt. Die Zählung der Stunden fing demnach auch nicht um Mitternacht an, sondern bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

Beispielsweise ging am 6. April 2020 die Sonne in Jerusalem um 6:22 Uhr auf und um 18:59 Uhr unter[4]. Der Tag dauert also 12 Stunden und 39 Minuten. Demnach wäre eine „Tagesstunde“ gemäss dieser historischen Zeitrechnung 63,25 Minuten lang. So wäre die „dritte Stunde“ (Matthäus 20,3) des Tages am 6. April von 8:28 Uhr bis 9:31 Uhr gewesen. Achtung: Johannes benutzte in seinem Evangelium die römische Zeitrechnung wie wir sie kennen, z.B. als er von der sechsten Stunde spricht (siehe Kommentar zu Johannes 19,14 bei der SLT).[5]

1.2    Der biblische Monat

Der erste Tag des Monats fällt immer auf den Neumond, also auf den Tag, wo man den Mond nicht sieht und zwar GAR nicht sieht.

Im traditionellen Judentum beginnt der Monat erst, wenn die neue Mondsichel zum ersten Mal zu sehen ist. Ein Problem bei diesem Modell ist aber, dass die Mondsichel erst zwei bis drei Tage nach Neumond mit blossem Auge sichtbar wird, oder sogar wetterbedingt nicht gesichtet werden kann. So ist der Monatsanfang einer gewissen Willkür ausgesetzt und verschiebt sich unnatürlich nach hinten, was in Monaten resultieren kann, die länger als 30 Tage dauern, was wiederum gegen die Länge des tatsächlichen Mondzyklus spricht. Ein weiteres Problem ist, dass das Sichten der neuen Mondsichel als Bestimmung des Monatsanfangs ein heidnischer Brauch ist, der von vielen Religionen praktiziert wird, die Sonne und Mond anbeten, z.B. dem Hinduismus und dem Islam[6]. Diese beiden Faktoren sollten uns stutzig machen, aber das wirklich Entscheidende ist, was die Bibel zum Thema sagt.

Ich möchte jetzt nur kurz auf dieses Thema eingehen und es später im Zusammenhang mit dem Posaunenfest noch einmal aufnehmen. In Psalm 81,4 steht:

Stoßt am Neumond in das [Shophar, an keseh], zum Tag unseres Festes! (SLT)

Das hebräische Wort kesehkommt in der Bibel nur zweimal vor (hier und in Sprüche 7,20) und wird in deutschen Übersetzungen beide Male mit „Vollmond“ übersetzt, in der King James Version indes mit „festgesetzte Zeit“. Was stimmt nun? Da es nur einen Festtag gibt, an dem das Shophar geblasen werden soll und dieser auf einen Neumond fällt, kann „Vollmond“ als Übersetzung nicht in Frage kommen. Dies bestätigt auch der Urtext: die Wurzel des hier verwendeten Wortes ist kasah, was ‚bedeckt‘, ‚verborgen‘ meint. Es findet zum ersten Mal in 1. Mose 7,19Erwähnung und zwar im Bericht über die weltweite Flut:

Ja, die Wasser nahmen so sehr überhand auf der Erde, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt [kasah] wurden. (SLT)

Wenn sogar die höchsten Berggipfel vollkommen mit Wasser bedeckt waren, wieviel hat man noch von der Erde gesehen? Nichts. So ist es auch beim Neumond: man sieht nichts davon. Übrigens finden wir in diesem Psalm auch eine hebräische Versform, die in der Bibel oft zu finden ist: eine Aussage wird in anderen Worten direkt wiederholt, d.h. bekräftigt. Die Wiederholung finden wir in „am Neumond“ und in „zur bestimmten Zeit“, keseh, in dem die Bedeutung „gänzlich zugedeckt“ mitschwingt. Hier wird also anhand der Versform bestätigt, dass es beim Neumond um die Zeit geht, wenn wir diesen gar nicht sehen. Da das Posaunenfest, das auf den 1. des Monats fällt, an exakt diesem Tag gefeiert wird, können wird schlussfolgern, dass der Monat zum Zeitpunkt anfängt, wenn der Mond noch nicht sichtbar ist. So ist bei genauerer Betrachtung also das Sichel-Modell zur Bestimmung des Monatsanfangs nicht haltbar.

1.3    Das biblische Jahr

Da im hebräischen Verständnis der Monat an Neumond anfängt, fällt der erste Tag des Jahres grundsätzlich immer auf den ersten Neumond nach der Tag- und Nachtgleiche im Frühling. Schon zu alttestamentlichen Zeiten konnten die Tag- und Nachtgleichen im Frühling (20. März) und Herbst (23. September) – engl. springbzw.fall equinox– anhand der Sternbilder berechnet werden[7]: ausschlaggebend waren die Plejaden und der Stern Aldebaran im Sternbild Stier, die vor der Tag- und Nachtgleiche ganz tief am Horizont stehen[8]. So werden alle drei Lichter aus dem Schöpfungsbericht zur Bestimmung des Jahresanfangs herbeigezogen.

Der erste Tag des Festes der ungesäuerten Brote, der am 15. Tag des ersten Monats stattfindet und ein Sabbat ist, fällt so auf den Tag vor Vollmond. Es gibt noch einen weiteren Sabbat, der ein siebentägiges Fest kurz vor Vollmond einläutet, und zwar genau 6 Monate später: das Laubhüttenfest. Es fällt auf den 15. Tag des siebten Monats.

Das biblische Jahr enthält 12 oder 13 Monate, je nachdem, ob es sich um ein Schaltjahr handelt.

1.3.1   Das hebräische Schaltjahr

Oftmals wird gesagt, dass der hebräische Kalender ein Mondkalender ist. Wie wir aber oben gesehen haben, ist dem nicht so. Treffender wäre, ihn „luni-solar-stellar“ zu nennen.

Nun ist es aber so, dass 12 Mondzyklen und ein Sonnenjahr nicht dieselbe Länge haben:

  • Ein Mondmonat dauert 29 Tage, 12 Stunden und 43 Minuten, im Schnitt also ca. 29,5 Tage. Bei 12 Monaten ergibt das eine Länge von 354,36 Tagen.
  • Ein Sonnenjahr dauert 365 Tage, 5 Stunden und 48 Minuten, also ca. 365,24 Tage.

Ein Sonnenjahr enthält ca.12,37 Mondzyklen und ist 10,88 Tage länger als ein Mondjahr. Wenn Gottes Kalender sich nur nach dem Mond richten würde, wäre ein Jahr mit 12 Mondmonaten nur gut 354 Tage lang. Das heisst, dass sich der Jahresanfang jedes Jahr um 10-11 Tage vorverschieben würde und so Yehovahs Feste über die Jahre hinweg nicht mehr in den Frühling und Herbst fielen.

Aus diesem Grund wird im hebräischen Kalender im Schnitt alle drei Jahre nach dem 12. Monat (Adar) ein 13. Monat angehängt (Adar II). Normalerweise wird dieser Adar II dann eingefügt, wenn der 13. Neumond vor der Tag- und Nachtgleiche stattfindet.

Es gibt aber auch historische Quellen, die darauf hinweisen, dass Pessach entscheidend ist. Diese Theorie besagt, dass nur das Passahfest nach der Tag- und Nachtgleiche (20. März) stattfinden muss, d.h. wenn meteorologisch der Frühling bereits angefangen hat, auch wenn dies erst einen Tag her sein sollte[9].

Ich bin allerdings nicht ganz überzeugt von diesem Modell, weil so das Laubhüttenfest im Herbst manchmal noch vor der Tag- und Nachtgleiche (23. September) stattfinden würde, d.h. meteorologisch betrachtet noch im Spätsommer.

1.3.2   Zwei verschiedene Jahresanfänge

  • Abib ist der erste Monat des geistlichen Jahres, der den Festzyklus einläutet (die Frühlings- und Herbstfeste). Nach dem Auszug aus Ägypten legte Yehovah den Monat des Auszugs als ersten Monat des Jahres fest: den Monat Abib, heute bekannter als Nisan.

2. Mose 13,4: Heute seid ihr ausgezogen, im Monat Abib. (SLT)

3. Mose 12,2: Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll für euch der erste Monat des Jahres sein. (SLT)

  • Obwohl Yehovah seinem Volk sagt, dass das Jahr im Frühling anfängt, feiern die Juden ihr Neujahr Rosh Hashanah am ersten Tag des siebten Monats, am Posaunenfest. So ist Tischrider erste Monat des zivilen oder politischen Jahres, aber eigentlich der siebte Monat und fällt meist in den September (die Bibel nennt diesen Monat Etanim: 1. Könige 8,2). Laut Überlieferung wurde Adam am 1. Tischri geschaffen, daher wird am 1. Tischri, dem Posaunenfest, das jüdische Neujahr Rosch Hashanah gefeiert. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieser Tag aus prophetischen Gründen als Jahresanfang gilt: weil es wahrscheinlich der Tag ist, an dem der Messias – der letzte Adam (1. Korinther 15,45) – auf die Erde kommt, um sein Friedensreich aufzurichten. An diesem Tag wird aber nicht nur ein neues Jahr oder Jahrhundert, sondern sogar ein neues Jahrtausend eingeläutet: das tausendjährige Reich (Offenbarung 20,4.6).

–> September bedeutet eigentlich „der Siebte“. Unsere Herbst-Monatsnamen sind Überbleibsel der hebräischen Zeitrechnung: Oktober bedeutet „der Achte“, November „der Neunte“, Dezember „der Zehnte“ – alle anderen Monatsnamen haben ihren Ursprung in mythologischen Göttergestalten oder römischen Kaisern (Augustus und Julius).

Man konnte die Daten der vier Frühjahrsfeste erst berechnen, wenn der 1. Abib sich ankündigte. Die Daten der vier Herbstfeste waren auch erst bekannt, wenn der Monat Tischri anbrach.

2     Die Feste und Ruhetage Yehovahs

Das biblische Festjahr beinhaltet acht Feste, die Gott seinen Kindern gegeben hat: auf Hebräisch moedim: ‚Verabredung‘, ‚voraus bestimmte Zeit‘, ‚verabredete Zusammenkunft‘, ‚Versammlung‘. Es geht hier also um besondere Zeiten bzw. Tage, die Yehovah bestimmt hat. Eigentlich nennt Yehovah hier nur die beiden 7-tägigen Feste – das Fest der ungesäuerten Brote im Frühling und das Laubhüttenfest im Herbst – ein „Fest“ (3. Mose 23,6.34), hebr. chag. Alle anderen werden einfach als heilige Versammlungen bzw. Gedenktage bezeichnet, eben moedim. Dies sind meist besondere Sabbate.

Aber später im Alten Testament werden auch Shavuot (2. Chronik 8,13) und das Posaunenfest, das an Neumond stattfindet (Psalm 81,3), chaggenannt, darum nenne ich diese acht von Yehovah festgelegten Zeiten der Einfachheit halber „Feste“. Dies auch, um sie vom wöchentlichen Sabbat zu unterscheiden, den Yehovah auch zu seinen moedimzählt.

Allemoedimsind heilige Tage, d.h. solche, die abgesondert sind und an denen wir uns (von der Welt) absondern sollen. Der wöchentliche Sabbat, der 50-54 Mal im Jahr vorkommt und ein Tag der Erholung ist, den man immer am siebten Wochentag einhalten soll, führt die Liste der moedimin 3. Mose 23 an – die ausführlichste Liste über Gottes heilige Tage. Eine weitere Übersicht findet sich in 4. Mose 28 und 29, wo Instruktionen über die spezifischen Opfergaben gegeben werden.

Interessanterweise hat Satan auch acht Feste oder „heilige Tage“ eingeführt: da er selbst nichts erschaffen kann, kopiert er, was Yehovah gemacht und sich ausgedacht hat. Vier der acht Feste Satans finden rund um die Sonnenwenden (Yule/Weihnachten, Litha/Mittsommernacht) und die Tag- und Nachtgleichen (Ostara/Ostern und Mabon) statt. Dazwischen werden weitere vier Feste, u.a. Lughnasadh am 1. August (Schweizer Nationalfeiertag!) und Samhain (Halloween), gefeiert. Dieser Festzyklus nennt sich Wicca Jahreskreis oder auch keltischer oder neuheidnischer Jahreskreis.

Diese acht Feste entspringen einem uralten Sonnenkult, wo statt des Schöpfers die Schöpfung (der gefallene Engel Satan und Mutter Erde) angebetet werden. Leider sind einige dieser Feste im Christentum bekannter als die Feste Yehovahs. Ich rede jetzt bewusst von den „Festen Yehovahs“ und nicht von den „jüdischen“ Festen: erstens, weil Yehovah klar sagt, dass dies SEINE Feste sind, und zweitens, weil er sie den zwölf Stämmen Israels gegeben hat und nicht nur dem Stamm Juda (von dem das Wort „Juden“ abstammt):

3. Mose 23,2: Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste Jehovas, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind diese. (ELB 1905)

Übrigens hat er seine Feste nicht nur dem Volk Israel gegeben, sondern der ganzen Welt, wie er es bei der Schöpfung schon mit dem Sabbat tat. Dies sehen wir in 5. Mose 29,9-15:

So beobachtet denn die Worte dieses Bundes und tut sie, auf daß ihr Gelingen habet in allem, was ihr tut. 10 Ihr stehet heute allesamt vor Jehova, eurem Gott: eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure Vorsteher, 11 alle Männer von Israel, eure Kinder, eure Weiber und dein Fremdling, der inmitten deiner Lager ist,von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer, 12 damit du in den Bund Jehovas, deines Gottes, eintretest und in seinen Eidschwur, den Jehova, dein Gott, heute mit dir macht; 13 auf daß er dich heute als sein Volk bestätige, und er dein Gott sei, wie er zu dir geredet, und wie er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. 14 Undnicht mit euch allein mache ich diesen Bundund diesen Eidschwur, 15 sondernmit dem, der heute hier ist, der mit uns vor Jehova, unserem Gott, steht, undmit dem, der heute nicht mit uns hier ist. (ELB 1905)

Bereits vor dem Einzug ins gelobte Land hat Yehovah also auch zu allen Heiden bzw. Fremdlingen geredet, die nicht gebürtige Israeliten waren. Auch schloss er den Bund mit denen, die zu diesem Zeitpunkt nicht da waren. Das beinhaltet sowohl die, die in diesem Moment auf der Erde lebten aber nicht physisch vor Ort waren, als auch jene, die noch kommen würden – d.h. auch uns.

Von dieser Bibelstelle kann man ableiten, dass Yehovah den Bund mit all denen schloss, die je zu ihm gehören wollten und wollen würden. So wie der Bund, den Yehovah mit den Menschen am Berg Sinai geschlossen hat, in dem Sinne vorausschauend ist, hatte der Tod Yeshuas auch rückwirkend Gültigkeit, weil Gott ausserhalb unseres Zeitgefüges operiert.

Aber nun zu den Festen, die Yehovah uns gegeben hat.

2.1    Der Sabbat

Der siebte Tag der Woche ist der Ruhetag Yehovahs, es ist sein Sabbat, der dem Menschen bereits im Paradies gezeigt wurde.

1. Mose 2,3: Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn [sonderte ihn ab], denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte. (SLT)

An diesem Tag soll keine Arbeit verrichtet werden, stattdessen soll man sich da, wo man wohnt, versammeln und Gott ehren. Auf diesem Tag liegt ein besonderer Segen Yehovahs. Auch ist er ein ewiges Zeichen dafür, dass Yehovah es ist, der uns heiligt:

2. Mose 31,13.17: Denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für alle eure [künftigen] Geschlechter, damit ihr erkennt, dass ich [Yehovah] bin, der euch heiligt. 17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels; denn in sechs Tagen hat [Yehovah] Himmel und Erde gemacht; aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich. (SLT)

Die deutschen Namen für die Wochentage leiten sich zwar, wie die meisten Monatsnamen, von Göttern ab, der Samstag stammt aber etymologisch vom hebräischen Wort Sabbat ab, das nebst ‚Ruhe‘ auch ’sieben‘ bedeutet, da es sich ja um den siebten Tag der Woche handelt. Auch der Mittwoch zeugt davon, dass die Woche eigentlich von Sonntag bis Samstag geht, weil ihm drei Tage vorausgehen müssen, um die Mitte markieren zu können.

Nebst dem wöchentlichen Sabbat hat uns Yehovah mit seinen Festen weitere 7 Sabbate im Jahr gegeben. Mehr zum Thema Sabbat in meinen Blogpost „Warum Sabbat“[10].

Die vier Frühlingsfeste

Der Monat Abib, der erste Monat im Jahr, läutet das Festjahr ein, das mit den vier Frühlingsfesten beginnt.

2.2    Das Passahmahl

Der Auftakt zum Passahfest (hebr. Pessach) ist bereits vier Tage vorher: Am 10. Abib wird das Passahlamm ausgesucht, ein Lamm von einem Jahr ohne Fehler.

Es wird bis zum 14. Abib aufbewahrt und auf Fehler untersucht (2. Mose 12,3-6). Die jüdische Tradition entwickelte sich so, dass am Morgen des 14. Abib das perfekte Opferlamm, das im Tempel geschlachtet wurde, mit den Worten „Ich finde keinen Fehler an ihm“ bekannt gegeben wurde.

Geschlachtet wird das Passahlamm am Nachmittag, „zwischen den zwei Abenden“ (SLT: 2. Mose 12,6 Fussnote) – d.h. zwischen dem Zeitpunkt am Mittag, an dem die Sonne den Zenit erreicht hat und langsam wieder sinkt und dem eigentlichen Sonnenuntergang. Es soll über dem Feuer gebraten werden, ohne dass man ihm die Knochen bricht (2. Mose 12,46). Erst zur Abendzeit (3. Mose 23,5) wird das Passahlamm mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern gegessen (2. Mose 12,8).

2.3    Das Fest der ungesäuerten Brote

Am nächsten Tag, dem 15. Abib, beginnt das Fest der ungesäuerten Brote (2. Mose 12,15-20), das 7 Tage dauert. Am ersten Tag dieses Fests soll man allen Sauerteig aus dem Haus entfernen (Vers 15) und sieben Tage lang nur ungesäuertes Brot essen. Der erste und der letzte Tag dieses Fests (15. und 21. Abib) sind hohe Sabbate, wo keine Arbeit verrichtet werden darf und man sich versammeln soll. D.h. mit der Morgendämmerung nach dem Passahmahl beginnt ein Sabbat – dies ist besonders im Hinblick auf den Tod Yeshuas und die Auferstehung wichtig zu wissen!

2.4    Das Fest der Erstlingsfrucht

Der Tag der Erstlingsfrucht fällt in die Woche der ungesäuerten Brote, auf den ersten Tag nach dem wöchentlichenSabbat, d.h. Sonntag (3. Mose 23,9-14). An diesem Tag soll man Yehovah die ersten reifen Gerstengarben als Opfer darbringen. Dies ist das erste der drei Erntedankfeste im biblischen Festzyklus.

2.5    Shavuot / Pfingsten

Von diesem Sonntag an werden 7 Sabbate gezählt und am ersten Tag nach dem 7. Sabbat, also am 50. Tag, ist Schavuot (3. Mose 23,15-16), besser bekannt als Pfingsten. Shavuot kommt vom hebr. Wort „sieben“, weil sieben Wochen gezählt werden, während Pfingsten auf Griechisch „fünfzig“ bedeutet und sich auf die Anzahl Tage bezieht, die bis zum Fest vergehen.

Obwohl das Fest nur einen Tag dauert, nennt man es auch Wochenfest, weil bis dahin 7 Wochen abgezählt werden. Dieses Fest ist ein Sabbat der Ruhe, an dem man sich versammeln und wieder ein Getreide-Dankopfer bringen soll. Es ist somit das zweite Erntedankfest und fällt meistens in den Juni.

Die Instruktionen fürs Fest beinhalten auch ein Gebot, bei der Ernte die Armen und Fremden zu berücksichtigen:

3. Mose 23,22: Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, so sollst du dein Feld nicht bis an den Rand abernten und keine Nachlese deiner Ernte halten, sondern es dem Armen und dem Fremdling überlassen. (SLT)

In jüdischen Kreisen wird an Shavuot das Buch Ruth gelesen, nicht nur weil es während der Erntezeit spielt, sondern auch weil es die Geschichte der bitterarmen Moabiterin Ruth erzählt, die auf einem Feld Nachlese halten kann, weil dessen Besitzer Boas das obige Gesetz beachtet. Boas und Ruth gelten beide als Figuren, die gottesfürchtig sind und Yehovahs Gebote befolgen. Der Name Ruth hat den hebräischen Zahlenwert 606, während es in der Torah 613 Gebote gibt. So gilt Ruth, die aus einem Heidenvolk kommt, als besonderes Vorbild in ihrer Treue zu Yehovah und seiner Torah.

Dies bringt uns zu einer weiteren Bedeutung von Shavuot: Laut jüdischer Tradition gab Yehovah dem Volk Israel an diesem Tag seine Torah am Berg Sinai.

àDie Frühlingsfeste hat Yeshua bereits in chronologischer Reihenfolge erfüllt, worauf ich im Zusammenhang mit dem Passahlamm noch näher eingehen werde.

Die vier Herbstfeste

2.6    Yom Teruah: das Posaunenfest

Am 1. Tischri, dem ersten Tag des 7. Monats, dem heutigen jüdischen Neujahr, ist das Posaunenfest Yom Teruah. Es ist ein Gedenktag unter Hörnerschall, an dem das Shophar geblasen werden soll, ein Sabbat und ein Tag der Versammlung (3. Mose 23,24-25; 4. Mose 29,1). Die Bibel geht nicht näher drauf ein, worauf dieser Gedenktag hinweisen will. Nur das hebr. Wort teruahkönnte uns darüber Aufschluss geben. Es bedeutet ‚Alarm‘, ‚Marschsignal‘, ‚Trompetengeschmetter‘, ‚Instrumentenlärm‘, ‚Freudengeschrei‘ und ‚Kriegsgeschrei‘.

Wir finden teruahim Alten Testament z.B. bei der 40-jährigen Wüstenwanderung, wenn sich die Wolkensäule hob und sich das ganze Lager in Bewegung setzen und weiterziehen sollte. Dann forderten zwei silberne Posaunen anhand einer Serie kurzer Trompetenstösse (teruah) das Lager zum Aufbruch auf[11](3. Mose 10,5). Den meisten wird aber die Geschichte von der Zerstörung Jerichos mehr ein Begriff sein, wo die Israeliten nach sieben Tagen schweigendem Umzug in ihre Shopharhörner bliesen und ein lautes Kriegsgeschrei (teruah) anschlugen, woraufhin die Stadtmauern einstürzten (Josua 6,5.20).

Teruah bedeutet also Mobilisierung bzw. ist ein Signal zum Aufbruch, entweder um an einen neuen Ort oder in den Krieg zu ziehen. Dies ist besonders im Hinblick auf Yeshuas vermutete Rückkehr an diesem Festtag interessant: teruahkönnte in diesem Zusammenhang bedeuten, dass Yeshua aufbricht, um sein Volk zu befreien und das Horn bläst, um seine Kinder auf der Erde zu mobilisieren. Dies ist gut möglich, denn das nächste Fest, das Yeshua erfüllen muss, ist das Posaunenfest.

Man nimmt u.a. aufgrund der folgenden Bibelverse an, dass Yeshua genau an diesem Festtag zurückkommen wird, denn der einzige Festtag, an dem das Shophar geblasen werden soll, ist Yom Teruah.

Jesaja 27,13: Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird das große Schopharhorn geblasen werden; da werden heimkommen die Verlorenen aus dem Land Assyrien und die Vertriebenen aus dem Land Ägypten; und sie werden den HERRN anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem. (SLT)

Sacharja 9,14: Und Jehova wird über ihnen erscheinen, und sein Pfeil wird ausfahren wie der Blitz; und der Herr, Jehova, wird in [das Shophar] stoßen und einherziehen in Stürmen des Südens. (ELB 1905)

Matthäus 24,31: Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. (SLT)

1. Korinther 15,52: Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. (SLT)

1. Thessalonicher 4,16: Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. (SLT)

Man sieht nur in den alttestamentlichen Bibelstellen, dass im Urtext vom Shophar die Rede ist. Allerdings hatten Yeshua und seine Jünger zu ihrer Zeit nur das Alte Testament zur Verfügung, d.h. sie beziehen sich auf die bekannten Prophetien aus ihren Schriften, also indirekt auch auf das Shophar.

Auch kann Yeshuas Aussage in Markus 13,32als Hinweis darauf gedeutet werden, dass er am Posaunenfest kommt, der einzige Festtag im Jahr, der auf den ersten Tag eines Monats fällt:

Jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. (SLT)

Bei jedem anderen Fest hat man Zeit, sich darauf vorzubereiten, weil man mehrere Tage im Voraus berechnen kann, auf welchen Tag es fällt. Der erste Tag des Monats kommt aber relativ überraschend, nämlich erst, wenn man am Abendhimmel sieht, dass er Mond nicht mehr zu sehen ist, d.h. der Monat vorbei ist und der nächste anbricht. Allerdings kann dieser Tag auch überraschend kommen, wenn man ein falsches Verständnis für den Monatsanfang hat bzw. denkt, dass dieser erst mit der Sichtung der Mondsichel beginnt, oder wenn man denkt, dass der Tag erst nach Sonnenuntergang anfängt. In diesem Fall berechnet man den Tag bzw. die Stunde des Posaunenfestes nicht korrekt. Manche könnten jetzt Einspruch erheben und sagen, dass wir den Zeitpunkt gar nicht kennen, wann der Messias wiederkommt. Dies entspricht aber nicht den Worten Yeshuas. Er sagt nirgendwo, dass wir Woche, Monat, Jahr oder Jahrhundert nicht bestimmen können, er redet nur davon, dass wir Tag und Stunde seiner Rückkehr nicht kennen. Ansonsten sagt er selbst, dass wir uns auf den Zeitpunkt seiner Wiederkunft vorbereiten können, wenn wir die Zeichen der Zeit beobachten. Er vergleicht dies mit der Kenntnis im Gartenbau:

Matthäus 24,31: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist. (SLT)

Eine weitere Stelle, die darauf hindeutet, dass Yeshua an einem Neumond kommt, ist Jesaja 13,9-10:

Siehe, der Tag des HERRN kommt, unbarmherzig, mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen. 10 Ja, die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden nicht mehr glänzen; die Sonne wird sich bei ihrem Aufgang verfinstern und der Mond sein Licht nicht leuchten lassen. (SLT)

Solch prophetische Worte werden schnell mal als aussergewöhnliche Naturspektakel angesehen, hier zeigen sie aber auch ein ganz natürliches Phänomen: da hier nebst dem Mond die Sterne und der Sonnenaufgang erwähnt werden, muss es sich um die frühen Morgenstunden handeln, wenn es noch dunkel ist. In einer Neumond-Nacht lässt der Mond sein Licht nicht leuchten. Das Besondere an dieser Beschreibung ist jedoch, dass auch die Sterne nicht leuchten, was damit zu tun hat, dass diese mit Yeshua auf die Erde kommen werden: laut Bibel sind die Sterne nämlich Engel. Dies passt wunderbar zum oben zitierten Vers in Matthäus 24.

Jesaja 13 will uns also sagen, dass der Tag Yehovahs in der Nacht anbricht, was Yeshua in Matthäus 24,43 bestätigt, wenn er sagt, dass er wie ein Dieb in der Nacht wiederkommt (vgl. auch 1. Thessalonicher 5,2 und 2. Petrus 3,10).

In Anbetracht der Tatsache, dass jedes Fest eine prophetische Bedeutung auf den Messias hin hat, ist es also gut möglich, dass Yeshuas Wiederkunft an einem Neumond stattfinden wird, oder genauer gesagt am Posaunenfest im Spätsommer. Darum ist es wichtig, dass wir den Zeitpunkt dieses Tages kennen, um innerlich auf Yeshuas Wiederkunft vorbereitet zu sein.

2.7    Yom Kippur: der Versöhnungstag

Am 10. Tischri ist Yom Kippur, der Versöhnungstag (3. Mose 23,27-32), an dem für uns Sühne erwirkt wird. Dieser Tag steht symbolisch für den Opfertod Yeshuas, des Messias.

Auch dies ist ein Sabbat und ein Tag der Versammlung. Vom Abend des 9. bis zum Abend des 10. Tages sollen wir unsere Seele „demütigen“. Im Judentum wird dies als ein 24-stündiges Fasten interpretiert, allerdings glaube ich, dass es Yehovah um unsere Herzenshaltung geht bzw. darum, unsere Schuld vor ihm anzuerkennen und Busse zu tun. Busse tun bedeutet, sich ihm und seinen Geboten wieder zuzuwenden. So ist auch ein Fasten das ihm gefällt ein Leben, das von Gerechtigkeit und Nächstenliebe bestimmt ist (Jesaja 58).

2.8    Das Laubhüttenfest

Vom 15.–21. Tischri ist das Laubhüttenfest, oder hebr. Sukkot (hebr. ‚Hütte‘ oder ‚Zelt‘), als Erinnerung an die 40-jährige Wüstenwanderung (3. Mose 23,34-43). Es dauert 7 Tage, von denen der erste Tag ein Sabbat ist, eine heilige Versammlung.

Am ersten Tag dieses Festes soll man sich aus Zweigen von dicht belaubten Bäumen und Sträuchern eine Hütte bauen, in der man 7 Tage wohnt. Manche argumentieren, dass diese Anweisung nur im Land Israel gilt, da dies an den Auszug aus Ägypten und den Einzug ins gelobte Land erinnern soll.

Dies ist das dritte Erntedankfest im Jahr, auch „Fest der Einbringung“ genannt (3. Mose 23,16).

2.9    Der Tag Yehovahs

Am 22. Tischri, bzw. dem 8. Tag, ist wieder ein Ruhetag mit einer heiligen Versammlung.

Dieser Sabbat wird oft mit der ewigen Sabbatruhe (Hebräer 4,9) in Verbindung gebracht. Er steht auch symbolisch für das tausendjährige Reich, wenn Yeshua als König des Friedens im siebten Jahrtausend bzw. am siebten Tag auf der Erde regiert – denn bei Yehovah ist ein Tag wie 1000 Jahre (Psalm 90,4).

àDie Herbstfeste hat Yeshua noch nicht erfüllt, er wird dies bei seiner Wiederkunft tun.

3     Das Zeichen Jonas und die Erfüllung der Frühlingsfeste

In dem Jahr, als Yeshua starb, fiel der 10. Abib auf einen Sabbat, den Tag, an dem er als König und Passahlamm in Jerusalem einzog. Am 10. Abib suchte der Hohepriester sich jeweils im nahegelegenen Bethlehem ein einjähriges, fehlerloses Passahlamm aus.

3.1    Das einjährige Lamm

Es gibt Grund zur Annahme, dass Yeshua bei seinem Tod nur ein „Dienstjahr“ auf dem Buckel hatte und sich so im übertragenen Sinn als 1-jähriges Lamm qualifizierte. Der Grund für diese Vermutung liegt in der Tatsache, dass Gottes Feste im Neuen Testament in chronologischer Reihenfolge jeweils nur einmal erwähnt werden. Nur das Passahfest wird mehr als einmal genannt und zwar im Johannesevangelium – allerdings gleich dreimal.

Das erste Passah finden wir in Johannes 2,13. Nach 40 Tagen fasten in der Wüste, der Berufung seiner Jünger in Galiläa und dem ersten Wunder in derselben Region, war Yeshua das erste Mal öffentlich aufgetreten, und zwar am Passahfest in Jerusalem. Dann folgt in Johannes 5,1 ein weiteres „Fest der Juden“, vermutlich Shavuot, das zweite Fest im Jahr, bei dem alle Männer Israels sich in Jerusalem vor Yehovah einfinden mussten (5. Mose 16,16).

In Johannes 6,4 wird dann ein zweites Passah erwähnt. Es ist aber sehr umstritten, dass dieser Vers so wirklich im Originalmanuskript zu finden ist, da diese Gegebenheiten von der Chronologie her in den Herbst fallen und in den nachfolgenden Versen von der Speisung der 5000 die Rede ist – mit gesäuertem Brot! Auch hätte Yeshua fürs Passahfest wie jeder männliche Israelit nach Jerusalem gehen sollen, er zog es aber vor, in Galiläa zu bleiben.

Und schon im nächsten Kapitel steht, dass das Laubhüttenfest der Juden nahe war (Johannes 7,2), wofür Yeshua gemäss Yehovahs Anweisungen dann auch nach Jerusalem pilgerte (7,10).

Da Pessach und das Laubhüttenfest sechs Monate auseinanderliegen ist es höchst unwahrscheinlich, dass diese beiden Feste in so kurzer Folge genannt werden, ohne dass über die Zeit dazwischen ausführlicher berichtet wird. Im Gegenteil: der Kontext erweckt den Eindruck, dass zwischen Johannes 6,4 und 7,2 nur wenige Tage liegen. Auch berichtet Johannes ausführlich über das erste Passah und das an Yeshuas Tod, wohingegen über das dritte kein weiteres Wort verloren wird, darum ist die Stelle in Johannes 6,4 merkwürdig atypisch. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Schreiber bei der handschriftlichen Vervielfältigung des Urtextes das besagte „jüdische Fest“ einfach als Passah interpretierte, weil er Yehovahs übrigen Feste nicht so genau kannte.

Drei Kapitel später wird das Fest der Tempelweihe erwähnt (Johannes 10,22), das meist in den Dezember fällt und der Rückeroberung des Tempels durch die Makkabäer gedenkt. Das nächste Fest im Johannesevangelium ist das Passah, an dem Yeshua bereits gekreuzigt wird. Wir sehen also einen natürlichen Jahresverlauf, der mit dem Festzyklus Yehovahs übereinstimmt.

Einen weiteren Hinweis dafür, dass Yeshuas Dienstzeit nur ein Jahr dauern sollte, finden wir in einer bekannten Prophetie von Jesaja:

Jesaja 61,1: Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, 2auszurufen das Gnadenjahr des HERRN. (ELB)

Hier ist von einem Jahr die Rede und interessanterweise liest Yeshua diese Stelle in Lukas 4,18-19 vor und bezieht sie auf sich (Vers 21). All dies spricht meiner Meinung nach dafür, dass Yeshuas Wirken nicht 3,5 Jahre dauerte, wie allgemein gepredigt wird, sondern lediglich ein Jahr, womit Yeshua auch diese Anforderung an das Passahlamm erfüllt hat.

3.2    Der König auf dem Esel

Sobald der Hohepriester das Lamm ausgesucht hatte, ging er von Bethlehem nach Jerusalem, wo das gesamte Volk auf seine Ankunft wartete. Die Stadt war voller Menschen und die Priester bildeten ein Spalier, das vom Stadttor bis zum Tempel führte. Wenn dann der Hohepriester mit dem Opferlamm das Stadttor – genannt „Schaftor“ – vom Ölberg her erreichte, rief jemand: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!“ und die ganze Stadt nahm dies jeweils auf und schrie mit. Genau das geschah, als Yeshua das Schaftor an diesem Tag erreichte (vermutlich vor dem Hohepriester!): die Jünger und die ganze Stadt fingen an, dies zu rufen.

Johannes 12,13: Da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! (SLT)

Wahrscheinlich sahen nicht alle Anwesenden, wer nun da auf einem Esel durch das Spalier ritt und waren sich nicht bewusst, dass Jesus „einzog“ und nicht der Hohepriester mit dem Lamm.

Aber auch wenn es zu diesem Zeitpunkt wohl niemand richtig verstand: so wurde Yeshua hochoffiziell als Passahlamm willkommen geheissen und gleichzeitig wurde eine alttestamentliche Prophetie erfüllt.

Sacharja 9,9: Frohlocke sehr, du Tochter Zion; jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin. (SLT)

3.3    Ohne Fehler

Während das Passahlamm in Jerusalem vier Tage lang auf Fehler und Mängel hin untersucht wurde, wurde auch Yeshua die nächsten vier Tage im Tempel von den Schriftgelehrten auf Herz und Nieren geprüft. Alle wollten ihn als Verräter und Gotteslästerer entlarven, es gelang aber keinem, weil sie an ihm einfach keine Schuld fanden.

Am Dienstagabend, dem 13. Abib, ass Yeshua sein letztes Mahl mit den Jüngern. Dieses Mahl war NICHT das Passahmahl, erstens weil dies erst am nächsten Abend stattfand (die Lämmer wurden erst während dem 14. Abib, Mittwochnachmittag, geschlachtet) und zweitens, weil das Brot, von dem hier die Rede ist, gesäuertesBrot war. Das Passamahl wird aber immer mit ungesäuertemBrot gegessen.

Am selben Abend wurde Yeshua verraten und die ganze Nacht verhört. Am Mittwochmorgen wurde er um ca. 6 Uhr von Pilatus als fehlerfreies Opferlamm bezeichnet: „Ich finde keine Schuld an ihm“ – genau zur selben Uhrzeit verkündete man jeweils die Makellosigkeit des gewählten Passahlammes.

Johannes 19,4: Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde! 6Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm. (SLT)

Diese Sündlosigkeit weist nicht nur auf das Passahlamm hin, sondern auch auf das Brot, das keinen Sauerteig enthält. Sauerteig steht für die Sünden der Menschen: für Heuchelei (Lukas 12,1), Prahlerei, Bosheit und Schlechtigkeit (1. Korinther 5,6-8). Yeshua hat als einziger Mensch auf Erden nie eine Sünde begangen und ist somit das ungesäuerte Brot des 7-tägigen Festes, das am Tag nach seinem Tod anfing. Er gilt als Vorbild für alle seine Nachfolger: auch wir sollen danach streben, die Sünde aus unserem Leben fernzuhalten – und um das zu symbolisieren, sollen wir während dem Fest keinen Sauerteig in unserem Haus haben.

Die Passahlämmer wurden traditionellerweise zwischen den zwei Abenden geschlachtet (2. Mose 12,6), also nach dem Zenit und vor Sonnenuntergang. Yeshua wurde um ca. 9 Uhr (Markus 15,25) gekreuzigt und starb in der zweiten Nachmittagshälfte:

Matthäus 27,46: Und um die neunte Stunde[12]rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (SLT)

Mit diesen Worten wies Yeshua auf Psalm 22 hin, der den leidenden Messias beschreibt. Dies, wie auch der Einzug in Jerusalem, sind schöne Beispiele dafür, wie Yeshua als ultimatives Passahlamm nicht nur die Torah bis aufs i-Tüpfelchen erfüllte, sondern auch messianische Verheissungen in den Psalmen und den Propheten.

Das letzte Passahlamm, das jeweils geschlachtet wurde, war das, welches vom Hohepriester ausgesucht worden war. Sobald dies tot war, rief der Hohepriester: „Es ist vollbracht“!

Johannes 19,30: Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. (SLT)

3.4    Keine gebrochenen Knochen

Beim Schlachten durfte dem Passahlamm kein Knochen gebrochen werden (2. Mose 12,46). Der Kreuzigungstod zog sich oft tagelang hin: durch das Hängen wird die Lunge zerrissen, darum stösst man sich mit den von Muskelkrämpfen gepeinigten, seitlich angewinkelten Beinen wieder hoch, um atmen zu können. So wurden den Gekreuzigten die Oberschenkel gebrochen, damit sie dem Erstickungstod nicht länger ausweichen konnten. Yeshua starb aber erstaunlich schnell, so dass ihm die Beine nicht gebrochen werden mussten:

Johannes 19,32: Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 34 sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. (SLT)

Die Tatsache, dass Blut und Wasser getrennt herausflossen, weist darauf hin, dass Yeshua bereits erstickt war.

3.5    Todestag: Mittwoch

Kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit wurde Yeshua vom Kreuz genommen und ins Grab gelegt (Lukas 23,52-54), weil man den Toten nicht über Nacht an einem Pfahl hängen lassen soll:

5. Mose 21,22: Wenn auf einem Mann eine Sünde ist, die ein Todesurteil nach sich zieht, und er wird getötet und du hängst ihn an ein Holz, 23 so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt an jenem Tag begraben. Denn von Gott verflucht ist derjenige, der [ans Holz] gehängt wurde, und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das der HERR, dein Gott, dir zum Erbe gibt. (SLT)

Auch war an demselben Abend das Passamahl und am nächsten Tag ein Sabbat:

Markus 15,42: Es war nämlich Rüsttag[13], das ist der Vorsabbat. (SLT)

Dieser Sabbat war der erste Tag des Festes der ungesäuerten Brote. Die Bibel sagt mit keinem Wort, dass es sich hier um den wöchentlichen Sabbat handelt. Allerdings scheint es in dieser Woche noch einen zweiten Sabbat gegeben zu haben, man vergleiche diese beiden Bibelstellen:

Markus 16,1: Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben. (SLT)

Lukas 23,56: Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben; am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz. (SLT)

Auf den ersten Blick mögen diese beiden Stellen sich widersprechen, nicht aber, wenn hier von zwei verschiedenen Sabbaten die Rede ist: sie kauften nach dem ersten Sabbat die Gewürze und bereiteten sie noch vor dem zweiten Sabbat zu. Für ein Begräbnis brauchte man pfundweise Salböle, diese zu kaufen, vorzubereiten und zu mischen konnte schon einen Tag in Anspruch nehmen. Im Gegensatz dazu hatte der reiche Joseph von Arimathäa anscheinend einen grossen Vorrat an Salbölen, die er an Yeshuas Todestag direkt einsetzen konnte (Johannes 19,38-42). Obwohl die Frauen zuschauten, in welches Grab Joseph Yeshua legte, war ihnen wahrscheinlich nicht bewusst, dass er schon einbalsamiert worden war. So warteten Sie den ersten Sabbat der Ungesäuerten Brote ab, kauften am Tag darauf die Gewürze ein, bereiteten diese vor und mussten dann noch den wöchentlichen Sabbat abwarten, um Yeshua zu balsamieren.

In Anbetracht der Tatsache, dass zwischen Yeshuas Tod und seiner Auferstehung zwei Sabbate und (mindestens) ein Werktag lagen, erkennen wir, dass Yeshuas angekündigte drei Tage und drei Nächte tatsächlich möglich waren, nämlich wenn er am Mittwoch starb und am Samstag auferstand. Vielleicht wollte Yehovah in der Vision über den Messias in Daniel 9,27 andeuten, dass Yeshua wortwörtlich in der Mitte der Woche sterben bzw. den Opferungen im Tempel ein Ende setzen würde?

Wie dem auch sei, jetzt kennen wir den Todestag Yeshuas. Dank dieser Info, Angaben zu den Mondzyklen und historischen Quellen kann man tatsächlich das Todesjahr Yeshuas eruieren. Die historischen Quellen berichten, dass vom Jahr 30 n. Chr. bis zur Zerstörung des Tempels im Jahr 70 vier Dinge im Tempeldienst anders waren als sonst: der Leuchter im Tempel erlosch jede Nacht, obwohl die Tempeldiener alles unternahmen, um sie am Brennen zu halten; der blutgetränkte Faden, der nach dem Sündopfer von Yom Kippur immer weiss wurde, blieb rot; von den beiden Losen Urim und Tummim wurde Jahr für Jahr beim Los für Yehovah (3. Mose 16,8) in der linken Hand immer nur der schwarze Stein gezogen; und die Tempeltore waren jeden Morgen sperrangelweit offen, obwohl sie am Abend zuvor zugesperrt worden waren.[14]Dies deutet darauf hin, dass im Jahr 29 oder 30 etwas Gravierendes vorgefallen sein muss – der Tod des echten Opferlammes?

Wenn man nun die Neumonddaten um die Tag- und Nachtgleiche in den beiden Jahren anschaut, wird ersichtlich, dass der 14. des Monats im Jahr 30 tatsächlich auf einen Mittwoch fiel. Am Mittwoch, 22. März war zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr abends Neumond. Die Israeliten wussten also bei Einbruch der Dunkelheit, dass der alte Monat zu Ende war und der nächste Tag der 1. Tag des neuen Monats sein würde – das bestätigt uns wiederum, dass Yehovah mit dem Monatsanfang nicht 2-3 Tage wartet, bis die Sichel sichtbar wird, sondern dass der Neumond entscheidend ist.

So fiel der 14. Abib auf Mittwoch den 5. April. Der hohe Sabbat nach Yeshuas Tod muss demnach am Donnerstag 6. April gewesen sein, gefolgt von Freitag dem 7. April, an dem die Frauen das Salböl kauften. Sie mussten dann aber zuerst noch den wöchentlichen Sabbat abwarten, bevor sie am Sonntag den 9. April zu seinem Grab gehen konnten.

3.6    Der Erstgeborene aus den Toten

Etwas über drei Tage nach Yeshuas Tod, am Sonntagmorgen, wurde das leere Grab und der auferstandene Yeshua entdeckt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Yeshua noch am Sabbat auferstand. Yeshua selbst prophezeite einmal, dass er am dritten Tag auferstehen würde, ein andermal aber, dass dies nach drei Tagen geschehen würde:

Lukas 24,7: „Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen“. (SLT)

Markus 8,31: Und er fing an, sie zu lehren, der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wiederauferstehen. (SLT)

Dies scheinen auf den ersten Blick widersprüchliche Aussagen zu sein, darum ist die Frage berechtigt, was denn nun stimmt. Ich denke, die Antwort liegt in der Perspektive: Wenn Yeshua am Sabbat auferstand, war das noch am dritten Tag bzw. nach drei vollen Tagen im Grab. Er zeigte sich allerdings erst am vierten Tag wieder den Menschen. So lassen sich beide Zeitangaben miteinander vereinbaren.

Bei der Dämmerung dieses Sonntagmorgens nach der Auferstehung begann das Fest der Erstlingsfrucht. Yeshua ist diese Erstlingsgabe und der Erstgeborene von den Toten, der stellvertretend für die Menschen sein Leben geopfert hat. Er erfüllt damit auch die Anforderung an das Volk Israel, ihre Erstgeborenen Gott zu weihen:

2. Mose 13,2: Heilige mir alle Erstgeburt! Alles, was, den Mutterschoß als Erstes durchbricht von den Kindern Israels, vom Menschen und vom Vieh, das gehört mir! (SLT)

Yeshua ist in vielerlei Hinsicht dieser Erstgeborene: als Marias ältestes Kind, als der einzige Sohn des himmlischen Vaters, aber auch als derjenige, der als erstes von den Toten auferstanden ist und so für uns die Auferstehung zum ewigen Leben nach dem irdischen Tod möglich machte. Aber nicht nur die Auferstehung Yeshuas hat mit dem Thema Erstgeburt etwas zu tun, sondern auch sein Tod: das Blut des Passahlammes verschonte nämlich alle Erstgeborenen vor dem Tod. Die Israeliten sollten dieses Blut an ihre Türpfosten streichen, damit der Todesengel an ihrem Haus vorbeiging:

2. Mose 12,22: Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten; und kein Mensch von euch soll zu seiner Haustür hinausgehen bis zum Morgen! 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, so wird er, der HERR, an der Tür verschonend vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um zu schlagen. (SLT)

Johannes der Täufer erkannte bereits bevor Yeshua seinen „Dienst“ angetreten hatte, wer da vor ihm stand:

Johannes 1,29: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! (SLT)

Durch sein Blut verschont uns Yeshua als ultimatives Passahlamm vor dem ewigen Tod – aber nur, wenn wir dieses stellvertretende Opfer annehmen.

Der Todesengel ging in dieser Nacht durch ganz Ägypten. Der einzige Unterschied zwischen den Familien, die Tote zu beklagen hatten und denen, die verschont wurden, war das Blut an den Türpfosten. Alle waren gewarnt worden, alle wussten, wie sie sich vor dem Todesengel schützen konnten, aber nicht alle machten davon Gebrauch. Der Todesengel unterschied nicht zwischen Israeliten und Ägyptern: er unterschied zwischen Gehorsamen und Ungehorsamen, zwischen denen, die Yehovah beim Wort nahmen und denen, die es nicht taten. Heute gilt dieses Prinzip immer noch.

Yeshua hat ein für alle Mal sein Blut vergossen und erlöst uns noch heute von der Todesstrafe, die wir aufgrund unserer Sünden verdient hätten, indem er uns von aller Schuld reinwäscht:

Hebräer 9,14: Wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt. (SLT)

Wer also das Passahmahl und die anderen Feste Yehovahs feiert, den Sabbat und Gottes Gebote hält und Yeshua, den Erstgeborenen aus den Toten, als Erlöser annimmt, der hat das Zeichen Yehovahs (2. Mose 13,1-16) und wird den zweiten Tod (Offenbarung 20,4.6) nicht schmecken:

Matthäus 5,18: Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. (SLT)

3.7    Die Torah im Herzen

50 Tage nach seiner Auferstehung (10 Tage nach der Himmelfahrt) sandte Yeshua seinen Heiligen Geist, pünktlich zum Wochenfest, das wir heute Pfingsten nennen und für welches sich ganz Israel in Jerusalem versammelte.

Yehovah hatte drei Feste (chag) bestimmt, an denen alle männlichen Israeliten in Jerusalem vor Yehovah erscheinen mussten: das Fest der ungesäuerten Brote, das Wochenfest (Pfingsten) und das Laubhüttenfest (2. Mose 23,14-17). Dies entspricht den drei Erntefesten.

Aus diesem Grund waren nicht nur an Passah, als Yeshua gekreuzigt wurde, tausende von Juden aus ganz Israel und den umliegenden Ländern in Jerusalem versammelt, sondern auch an Pfingsten, als Gottes Geist ausgegossen wurde.

Wie wir in Punkt 2.5 bereits gesehen haben, erinnert das Pfingstfest laut Überlieferung an die Gesetzgebung am Berg Sinai. Es ist also ein Gedenktag an den Bund der Liebe, den Yehovah mit seiner Braut Israel schloss. Viele hunderte von Jahren später goss er seinen Geist der Heiligkeit genau an diesem Feiertag aus, um seine Braut zu befähigen, ihrem Teil des Bundes treu zu sein, indem er ihr seine Torah gemäss Jeremia 31,33 ins Herz schrieb. So erneuerte er seinen Liebesbund und gab seiner Braut seinen Geist, damit sie in Heiligkeit (Abgesondertheit von der Welt) leben und ihm dienen kann.

4     Fazit

Von Mittwochabend bis Samstagabend sind drei volle Tage und drei volle Nächte. Somit hat Yeshua also das Zeichen des Jona, das er angekündigt hatte, erfüllt und damit bewiesen, dass er nicht nur Herr über das Leben ist, sondern auch über den Tod. Seinen Todeszeitpunkt zu bestimmen ist eines, den Zeitpunkt der Auferstehung etwas Anderes. Yeshua hat so also bewiesen, dass ihm alles untertan ist. Und mit den über 300 messianischen Prophetien, die er von seiner Geburt an bis zur Auferstehung erfüllt hat, stellt er unmissverständlich klar, dass er der verheissene Erlöser Israels ist, von Yehovah gesandt.

Die Tatsache, dass Yeshua seinen Jüngern erst nach 3,5 Tagen wieder erschien, gewinnt nochmals an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass unter den Juden im ersten Jahrhundert der Glaube herrschte, dass die Seele den Körper erst nach drei Tagen verlässt. Wenn Yeshua also VORHER auferstanden wäre, hätte dies niemanden beeindruckt! Aus diesem Grund hat Yeshua auch vier Tage damit gewartet, Lazarus von den Toten zu erwecken (Johannes 11,17).

Zuallererst geht es mir mit diesem Artikel darum, dass wir Gott wieder (mehr) beim Wort nehmen. Wenn Yeshua sagt, dass er drei Tage und drei Nächte in der Erde sein wird, wie können wir darauf beharren, dass er nur eineinhalb Tage vor seiner Auferstehung gestorben ist? Damit stellen wir ja seine ganze Identität als Sohn Gottes und Messias in Frage und unterwandern unsere gesamte Glaubensgrundlage!

Aber nochmals zum Wochentag: nirgendwo in der Bibel steht geschrieben, dass Yeshua an einem Freitag starb – wir schlussfolgern dies nur, weil am nächsten Tag der Sabbat anbrach. Wenn wir unsere Bibel genau lesen, dann sollten wir aber verstehen, dass es nicht nur wöchentliche Sabbate gibt, sondern auch Ruhetage im Zusammenhang mit Gottes Festen. Und dann ist es auch sonnenklar, dass am Tag nach Yeshuas Tod der hohe Sabbat anbrach, der den Anfang des Festes der ungesäuerten Brote markierte, der auf jeden Wochentag fallen kann. Zudem ist es auch nicht Brauch, dass man Feste an einem fixen Wochentag feiert – normalerweise ist das Datum ausschlaggebend. Darum habe ich angefangen, mich wieder nach dem Datum des Passahfestes zu richten. Denn egal an welchem Wochentag oder an welchem Datum des gregorianischen Kalenders dieses stattfindet: es ist IMMER der Tag an dem Yeshua starb, ein Gedenktag an das wahre, ewige Passahlamm.

5     Quellen (letzter Zugriff: 16. April 2020)

5.1    Bibeln und Wörterbücher

5.2    Video Teachings

5.3    Online Artikel und Print

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Disclaimer: Wissen ist Stückwerk und so ist auch dieser Blogpost ein Spiegel meines derzeitigen Erkenntnisstandes. Mein Ziel ist, Gottes Wahrheit zu entdecken, zu leben und zu vermitteln, darum bemühe ich mich darum, belehrbar und formbar zu bleiben. So musste ich in der Vergangenheit schon öfter meine Überzeugungen revidieren oder gar über Bord werfen. Allerdings zeigt es sich je länger je mehr, dass die unzähligen Puzzleteile über die Jahre hinweg ein immer schlüssigeres Bild ergeben, auf das ich aufbauen kann. Manchmal bin ich immer noch ein bisschen schnell, Dinge als bare Münze anzuerkennen, ohne sie gründlich zu prüfen, aber bei meinen Blogposts handelt es sich ausnahmslos um Themen, mit denen ich mich eingehend auseinandergesetzt habe und die ich z.T. über Jahre hinweg ausgebrütet habe.

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[1]Das hebr. Wort ist von einem Verbum „feststampfen, breithämmern“ abgeleitet und meint eine gehämmerte Platte oder Schale, eine nach allen Seiten ausgeweitete Fläche o. Wölbung. (Kommentar in der ELB)

[2]Oder Festzeiten, Festen. (Kommentar in der ELB)

[3]http://www.rohdiamantmusic.ch/blog/warum-ich-nicht-mehr-shabbat-shalom-sage-und-wann-der-tag-anfaengt/

[4]https://www.sunrise-and-sunset.com/de/sun/israel/jerusalem

[5]http://www.bibelstudium.de/index.php?articles/110/Genau+lesen+(03)+-+Zeitrechnung+im+Johannesevangelium

[6]Siehe Blogpost von Robert Arthur McDuffie: „The New Moon of Yahweh“ auf https://revelation1910.wordpress.com/2016/01/21/the-new-moon-of-yahweh/

[7]Siehe Blogpost von James Scott Trimm: „When is the Biblical Year Extended by a Month?“ auf https://nazarenejudaismrestoration.blogspot.com/2019/10/when-is-biblical-year-extended-by-month_3.html

[8]119 ministries: „Time. Our Creator’s Calendar Series, The Foundation.Part Two“: https://www.119ministries.com/teachings/video-teachings/detail/time-the-foundation-part-2/

[9]Siehe Blogpost von Robert Arthur McDuffie: „The New Moon of Yahweh“ auf https://revelation1910.wordpress.com/2016/01/21/the-new-moon-of-yahweh/

[10]rohdiamantmusic.ch/blog/warum-sabbat/.

[11]Asher Intrater: „Alignment“ [deutsche Fassung], 2019: S. 151.

[12]Hebräische Zeitrechnung, also ca. zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr.

[13]Der Wochentag vor einem Sabbat oder einem Fest, in der Regel ein Freitag. (Kommentar in der ELB)

[14]119 Ministries: „Time. Our Creator’s Calendar Series, The Foundation.Part Two“: https://www.119ministries.com/teachings/video-teachings/detail/time-the-foundation-part-2/

6 Comments on “Gottes Zeiten, das Zeichen Jonas und das Passahlamm

  1. Wenn die Juden Jesus nicht umgebracht hätten, wäre er dann von einen Priester getötet worden bzw. geopfert worden? Wie denkt ihr darüber? Denke viel darüber nach, z.B. 1. Kor. 2,9. Vielleicht habt ihr eine Antwort? Würde mich darüber freuen.

    lg. u gottes segen

    • Hallo Heinz,
      ich weiss nicht, ob das die richtige Frage ist, wer Jesus konkret umgebracht hat. Tatsache ist, dass die Sünde Jesus umgebracht hat. Sobald der erste Mensch seinen eigenen Weg ging, gab es für Jesus nur noch die Option, zu sterben – egal durch wen.
      Mir ist vor kurzem klargeworden, dass es ein Segen war, als Gott Adam und Eva aus dem Paradies verbannte: wenn sie nämlich vom Baum vom Leben gegessen hätten, hätte es den Tod nicht mehr gegeben und Jesus hätte nicht für die Menschen sterben können.
      Fakt ist also: sein Tod war unumgänglich, egal durch welche Hand er geschah. Sein Volk hat den eigenen Messias nicht erkannt – wie in Jesaja 53 prophezeit wurde – und die menschlichen Gesetze mehr geliebt und ihn daher als Gotteslästerer verurteilt. Allerdings geschah dies in Zusammenarbeit mit den Römern! Man kann also sagen, dass beide – Juden und Heiden – den Messias getötet haben und in dem Sinne widergespiegelt wird, dass jeder Mensch mitschuldig ist, weil jeder Sünde zulässt und den Tod Jesu zur Erlösung braucht.
      Liebe Grüsse, Ruth

  2. Hallo Ruth

    Schon lange habe ich in meiner Bibel bei MT12,40 ein grosses Fragezeichen reingezeichnet. Ich danke Dir ganz herzlich für diese Erklärung.

    Und mein grosses Fragezeichen betreffend reines und unreines Fleisch hast Du auch grad aufgeklärt. Danke!

    Ein grosses Fragezeichen habe ich noch in MT2,11. Ich frage mich, wo ist das viele Gold geblieben? Gemäss LK2,24 mussten sie arm gewesen sein, weil sie nur 2 Tauben oder Turteltauben geben konnten.
    Musste wegen der Flucht nach Ägypten alles liegen und stehen gelassen werden?

    Und ganz herzlichen Dank für Deinen wunderbaren Lobpreis in Bern. Du hast mich sehr nah an den Herrn geführt.

    Liebe Grüsse
    Philipp

    • Hallo Philipp

      Danke für Deine Nachricht und Dein ermutigendes Feedback!

      Da Deine Frage vielleicht auch andere interessiert, geb ich meine Antwort dazu auf diesem Weg.
      Jesus wurde am 8. Tag in den Tempel gebracht, man nimmt aber an, dass die Weisen aus dem Morgenland erst 1-2 Jahre nach seiner Geburt ankamen. Die Bibel scheint dies in Matthäus 2,16 bestätigen, wonach Herodes, nachdem er von den Weisen die genauen Zeitangaben erhalten hatte, alle Jungen in Bethlehem bis 2-jährig töten liess.
      Woher wussten aber diese Weisen vom verheissenen Messias Israels?
      Aus dem AT wissen wir, dass das Nordreich Israel nach Assyrien, nordöstlich von Israel, ins Exil gebracht wurde und das Südreich Juda erst ein paar Jahrzehnte später an einen anderen Ort verschleppt wurde: Babylon, das östlich von Israel (im Morgenland) lag. Dort lebten auch Daniel und seine Freunde. Diese waren weise, mächtig und auch reich. Es liegt nahe, dass Propheten wie Daniel ihre Glaubensbrüder in der Torah unterwiese, über die Verheissungen zum Messias lehrten – ihnen dabei auch beibrachten, anhand welcher Zeichen sie sein Kommen erkennen würden und ev. sogar bereits die Mittel zur Verfügung stellten, um diesen König zu gegebener Zeit zu beschenken.
      Nur ein kleiner Teil des Südreichs Juda kehrte nach 70 Jahren Exil aus Babylon zurück, der Rest blieb. Aber so wie es in Assyrien zur Zeit des NTs immer noch Synagogen von assimilierten Israeliten aus dem Nordreich gab, so ist es auch gut denkbar, dass zur Zeit der Geburt Jesus immer noch Judäer aus dem Südreich in Babylon an ihrem Glauben und ihren Überlieferung festhielten. Als sie nun in Babylon den Stern des Messias aufgehen sahen, machten sie sich auf den Weg – der wahrscheinlich über ein Jahr dauerte. Zu dieser Zeit war es nicht üblich, jemandem zur Geburt ein Geschenk zu machen, ausser es handelte sich um einen König. Die Geschenke, die die Weisen brachten, gehörten zu den kostbarsten Handelsgütern dieser Zeit – die Weihrauchstrasse z.B. war eine der wichtigsten Handelsrouten dieser Zeit (mehr dazu in meiner Proseminararbeit über Salböle).
      In der Tat waren Maria und Joseph arm und diese Geschenke waren Gottes Art, seinen Sohn (frühzeitig) vor dem Tod zu bewahren: sie finanzierten bzw. ebneten der jungen Familie den Weg zur Flucht nach Ägypten…

      Ich hoffe das beantwortet Deine Frage.

      Shalom, Ruth

  3. Diesen Beitrag über das Zeichen des Jona und das Passalamm finde ich ganz ausgezeichnet. Es ist die beste Zusammenfassung, die ich auf Deutsch kenne. Ungewöhnlich ist die Erklärung von „zwischen den Abenden“. Da würde ich mir eine genaue Quellenangabe (möglichst Buch oder Aufsatz) wünschen, um nicht lange in Videos etc. suchen zu müssen. Adolf Knoch, Das Geheimnis der Auferstehung, Konkordanter Verlag Pforzheim, S. 136 f., vertritt die Auffassung, „zwischen den Abenden“ bedeute zwischen dem Abend, mit dem der 14. Nisan oder Abib beginnt, und dem Abend, mit dem er aufhört, und meint, Jesus hätte das Passalamm – entgegen der Gewohnheit der Juden, was nicht überzeugt – schon am ersten Abend geschlachtet und gegessen. Kann also die Bedeutung des Ausdrucks „zwischen den Abenden“ einwandfrei geklärt werden?

  4. Johannes 4,20 „Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. 21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

    Jesus sagt: „es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit“.

    Es spielt keine Rolle, ob wir in Samaria oder in Jerusalem Gott anbeten werden. Es spielt keine Rolle, wann wir Weihachte, Psalmsonntag, Karfreitag, Ostern und Pfingsten feieren werden.

    Wichtig ist, dass Jesus geboren, sündlos gelebt, für unsere Sünden gestorben, von den Toten auferstanden und in den Himmel zu seinem und unserem Vater gefahren ist.

    Im Neuen Testament steht über zwölf Mal dass Jesus am dritten Tag auferstehen würde: http://buchererpianos.ch/Ostern_Pfingsten.jpg

    Die Stelle von Matth. 12:40 ist ein Vergleich mit Jona. Bei dieser Stelle geht es nicht darum, dass Jesus drei Tage im Grabe gelegen hätte, sondern darum, dass die Pharisäer die Bibel nicht kannten und Bilder des Alten Testaments nicht auf die Neuzeit umrechnen konnten.

    Deine Beschreibung, die auch von Asher Intrater rührt, der jedoch sagte, dass Jesus am Donnerstag starb und nicht am Mittwoch, wie du, ist ein Sektenführer. Er lehrt Dinge, die man halten muss um gerettet zu werden.

    Wir werden aber nicht durch die Lehren von heutigen ‚Judenchristen‘ gerettet, sondern nur durch Jesus Christus. Nur wenn du „an Jesus glaubst“, bist du gerettet. Es ist egal ob wir Yeshua oder Jesus sagen. Jesus ist einfach HERR und Jesus ist auch dieser Gott. Wir beten nur zu einem Gott: zu Jesus.

    Dieser Jesus ist Yehovah: Herr/HERR/KYRIOS/YEHOVAH/YAHWEH/יהוה ist dasselbe, wenn wir über Gott sprechen. Der Tanakh http://buchererpianos.ch/Tanakh.html hat die Masoretic Vokal-Schreibweise: יְהֹוָה. Jesus ist auch YEHOVAH/HERR, YEHOVAH, sein Vater ist HERR. Wenn wir zum HERRN beten, dann sind „Jesus, der Vater und der Heilige Geist“ enthalten. Christen beten nur zu einem HERRN. 1. Kor. 1:2 „der Gemeinde zu Korinth, den Geheiligten in Christus Jesu, den berufenen Heiligen samt allen denen, die anrufen den Namen unsers HERRN Jesu Christi an allen ihren und unsern Orten.“ „anrufen“ bedeutet: zu ihm beten! Joh. 28,20 „Mein Herr und meine Gott!“, Apg. 7,59 „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“, Off. 22,20 „Ja, Herr Jesus, komm bald!“. Siehe auch 2. Kor. 13,13 „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes seie mit euch allen.“ In diesem Segen geben wir nicht den Segen von drei Göttern weiter, sondern von „einem Gott“.

    In Off 14:4 ist YEHOVAH: „Gott und das Lamm“. Er ist das Licht der Welt in Joh. 1:5; Off. 21:23. Das ‚Wort‘ in Joh. 1,1 ist der „Vater und der Sohn!“ Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins.“ Joh. 10,30. Darum ist auch der Sohn „Yehovah Elohim“, ebenso wie der Vater. Vergl. Hebr. 1:2 (der Sohn ist Erbe) YEHOVAH (HERR = יהוה ab 950 יְהֹוָה) Das Wort Yehovah kommt von “zu sein”. Also, Er ist! – Der EWIGE = das A und das O = Jesus. Wir sind Christen, „wenn wir zum Sohn beten“. Wir sind keine Juden, die „zum Vater beten“. Jesus sagte: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an: Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm kommen und das Abendmahl mit ihm halten. Jesus war YEHOVAH als er mit Abraham in Gen 12 und 18 sprach. Deshalb sagte Jesus: „Bevor Abraham war, BIN ICH (von Gr. ‚ego eimi‘)“ Joh . 8,58. Jesus war YEHOVAH, als er zu Mose aus dem feurigen Busch sprach! 2. Mose 3 https://www.youtube.com/watch?v=7Wmgq7v154s

    Jesus ist der Schöpfer Yehovah Elohim in 1. Mose 1,1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. und 1. Mose 2,4 „Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da YEHVAH ELOHIM Erde und Himmel machte.“ Joh. 1,3 „alle Dinge sind durch ihn (Wort/Gott und das Lamm/YEHOVAH) geworden und ohne ihn ist nichts geworden, das geworden ist.“ Jesus sagt in Offenbarung 1:8 „Ich bin das Aleph und das Tav (das A und das O – Off. 22,13), der ANFANG und das ENDE, spricht YEHOVAH ELOHIM, der da ist und der da war und der da kommt, der EL SHADDAY.“ „Und zu erleuchten jedermann, welche da sei die Gemeinschaft des Geheimnisses, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle Dinge geschaffen hat durch Jesus Christus.“ Eph. 3:9

    Christof Bucherer, M.A. in Ministry, M.Div.

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